Über den Ortsteil Ascheberg-Herbern
Herbern gehört “eigentlich” erst seit 1970 zu Ascheberg. In diesem Jahr wurde Herbern eingemeindet.
Die erste urkundliche Erwähnung fand im Jahre 889 statt, als in den Registern des Klosters Werden erstmals von Heriburnon – uns später Herborne – die Rede ist. Der Ort hatte etwa um 1600 vereits 1.200 Einwohner.
Eine eigene, selbständige Gemeinde wurde Herbern aber erst 1845. Damals drängten die Bürger der Stadt auf “Selbständigkeit”, so dass Herbern zu einem eigenständigen Verwaltungsbezirk wurde. Dieser wurde 1923 vergrößert, als der Ort Stockum in diesen Verwaltungsbezirk integriert wurde.
Mit der Eigenständigkeit als Ort war wegen der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 allerdings Schluss. Da wurde Herbern Teil der Gemeinde Ascheberg.
Herbern als Station des Jakobsweges
Seit 2006 ist Ascheberg Herbern Teil des westfälisch-baltischen Jakobswegs. Die offizielle Eröffnung findet am 6. April 2008 im Schloss Westerwinkel statt. Ich habe dieser Tatsache eine eigene Seite gewidmet.
Schloss Westerwinkel
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Erbaut Mitte des 17. Jahrhunderts, ist Schloss Westerwinkel eines der frühesten Barockschlösser Westfalens. Es handelt sich um eine in sich geschlossene Vierflügelanlage. 1225 wurde Westerwinkel erstmals genannt, eine trutzige Wasseranlage muss es dort gegeben haben, geschützt durch ein doppeltes Grabensystem mit Wällen, die – für die Zeit des Dreißigjährigen Krieges bezeugt – so hoch waren, dass sie die untere Fensterreihe fast völlig verdeckten.
Die Burg wechselte mehrfach den Besitzer. In den Besitz der heutigen Herren auf Westerwinkel, der Grafen von Merveldt, kam das Gut 1555, als Herman von Merveldt Ursula von Diepenbrock, Erbtochter zu Westerwinkel, heiratete. Wie die Anlage ursprünglich ausgesehen hat, ist unbekannt. 1663 begann der Bau des Barockschlosses.
Das Schloss ist umgeben von einem Schlosspark im Stile eines englischen Landschaftsparks mit integriertem Golfplatz.
© M. Kratzenberg, 2007, Ascheberg
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